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Die Leitung der Besserungsarbeitslager der OGPU versteht diesen Zustand des auf die schiefe Bahn geratenen Menschen, des Rückfälligen, sehr gut und bietet ihm alle Möglichkeiten der Erziehung und Umerziehung an, ist bestrebt, ihn in den unmittelbaren sozialistischen Aufbau einzubeziehen. Indem sie ihn in den Wettbewerb und die Stoßarbeit einbezieht, in die speziellen Arbeitskollektive einbindet, bietet die Administration dem Rückfälligen die Chance, seinen guten Willen zur Besserung unter Beweis zu stellen und sich auf diese Weise der Masse der ehrlichen Werktätigen der Sowjetunion anzuschließen. Dank der vom Leiter der Verwaltung richtig praktizierten Politik der Besserungsarbeit und kulturellen Erziehungsarbeit fanden sich unter den Rückfälligen viele, die den Weg der Besserung beschreiten und beginnen, die Überreste ihrer Vergangenheit zu überwinden. waren, kamen alle am Bestimmungsort an und begannen die neue Etappe ihrer Gewöhnung an das Arbeitsleben. Davon, wie gut sie sich in der Kommune fühlen und wie gut sie die Kommune aufgenommen hat, kündet der Brief des Kollektivs der Petropavlovsker Arbeitskommune der OGPU an den Leiter der Verwaltung Gen.
Als wir die Schwelle zur Kommune überschritten, haben alle mit ihrer Vergangenheit gebrochen und kämpfen nun unerschütterlich um ihre Putevka ins Leben. als der Film in die Kinos kam, wurde das Karlag gegründet. insgesamt 49 Ausgaben auf Kasachisch.
Bei den Aufsätzen, die aus den russischsprachigen Zeitungen für die kasachische Ausgabe ausgewählt wurden, handelte es sich um leicht gekürzte Übersetzungen der in der Putevka publizierten Beiträge. Beide Blätter, auch wenn sie in Bezug auf ihre Artikelauswahl nicht vollkommen identisch waren, fungierten als Sprachrohr der für kulturelle Erziehungsarbeit zuständigen Abteilung der Lageradministration. Sie war es, die die Inhalte und die Stoßrichtung der Artikel vorgab. Auch im Gulag hatte man sich dem Kampf gegen den großrussischen Chauvinismus verschrieben, der von der Administration als Bestandteil der Lösung der nationalen Frage im Lager verstanden wurde.
In zahlreichen Berichten aus den Gründerjahren des Karlag ist davon die Rede, dass russische Häftlinge, die im Lager als Funktionshäftlinge oder Brigadiere eingesetzt wurden, die Angehörigen der indigenen Bevölkerung, die mit ihnen gefangen waren, kasachische Frauen und Männer, drangsalierten. Diese hatten zuvor als Nomaden mit ihren Herden gelebt. Das zunehmend expandierende Lager nahm ihnen jedoch ihren Lebensraum und dem Vieh die Weideflächen. verfolgt, verhaftet und zu Zwangsarbeit verurteilt. Für die Erfüllung der Aufgaben der Lagerwirtschaft war es aber von Bedeutung, dass die Diskriminierung der Häftlinge nichtrussischer Nationalität durch die russischen Häftlinge unterblieb.
März 1933 hatte der Kommandant des Karlag einen Befehl über die Durchsetzung der Nationalitätenpolitik im Lager erlassen, den mehrere Artikel in der Putevka thematisch aufgriffen. Doch eine grundlegende Änderung trat nicht ein. Alle sollten sich als gleichberechtigte Mitglieder der Häftlingsgesellschaft fühlen. Der Chefredakteur, der gleichzeitig einer der Stellvertreter des Lagerkommandanten war, äußerte sich in regelmäßigen Abständen zu diesem Problem, was dessen Stellenwert für die Umerziehung unterstreicht. in die Sowjetgesellschaft erhalten, um als gleichberechtigte Bürger ein neues, dem Aufbau des Kommunismus gewidmetes Leben zu beginnen.
Der Vorsitzende der Kommission zur Erarbeitung der Geschichte des Karlag betonte das Interesse der Lageradministration an Stoßarbeitern, beispielhafter kollektiver Arbeit und der erfolgreichen Umerziehung von rückfälligen Kriminellen. und Viehwirtschaft allgemein, basierten auf der Ausbeutung Tausender Häftlinge des Karlag. Von der Gründung bis zur Auflösung des Lagers waren insgesamt 788 000 Männer und Frauen inhaftiert. Seit 1933 wurden auf Befehl des Lagerkommandanten jährlich Landwirtschaftsausstellungen in Dolinka, dem Sitz der Administration, durchgeführt, auf denen die Produktionsleistungen des Karlag vor allem für Vertreter der örtlichen und Moskauer Behörden präsentiert wurden. erfüllen nicht minder wichtige Aufgaben, die uns die Partei, die Regierung und das Kollegium der OGPU gestellt haben, nämlich den kulturellen und wirtschaftlichen Aufbau der Peripherie unserer Sowjetunion. um die besten Arbeitsergebnisse zu treten.
Ein Wettbewerbsstab lieferte regelmäßig Berichte an die Zeitung. Hinter der Verlautbarung, die rationellste Form der Produktion zu finden, verbarg sich die Suche nach der effektivsten Form der Ausbeutung der Häftlinge. Doch so ausgeklügelt die Pläne auch waren, die Administration musste immer wieder deren Scheitern eingestehen. August 1938 an war er Stellvertretender Kommandant des Karlag. Er wurde abgesetzt, weil er gegenüber Unterstellten geäußert hatte, dass die Wirtschaft am Boden liege und man besser verschwinden sollte, um der drohenden Verhaftung zu entgehen.
Parteikonferenz des Karlag 1939 forderte Kartavych, Stellvertreter des Leiters der Verwaltung, Nikiforov für seine Äußerungen mit einer Parteistrafe zu belegen. Der Bitte wurde stattgegeben. Von der Gründung des Lagers bis Kriegsbeginn gelang es nach der Einschätzung durch die Führung ein einziges Mal, den Staatsplan zu erfüllen, das war unmittelbar vor dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion. Welcher Stellenwert hierbei der auf Disziplinierung und Mobilisierung der Häftlingsgesellschaft ausgerichteten Lagerpresse beigemessen wurde, wird vor dem Hintergrund der zur gleichen Zeit erfolgten Einstellung von 15 überregionalen sowjetischen Zeitungen im Jahr 1933 deutlich.
Lagerkorrespondenten wiesen immer wieder auf Pannen bei der Auslieferung der Zeitung hin, deren Vorlage im Regelfall mit großer Verspätung in den Produktionsabteilungen eintraf. In einigen Fällen warteten die Abonnenten, darunter auch Häftlinge, vergeblich auf die Zustellung der von ihnen bezahlten Putevka. Im Karlag mussten in der Entstehungsphase des Lagers zwischen 12 000 und 30 000 Häftlinge Zwangsarbeit leisten. Januar 1934 waren es 24 148 Häftlinge, darunter 3011 Frauen.
Sie waren die eigentlichen Adressaten der Artikel, nutzten die Zeitung aber auf ihre Weise, denn zur Zeitungslektüre blieb nach der Arbeit keine Zeit. Viele Lagerkommandanten versuchten, die Planrückstände durch Verlängerung des Arbeitstages aufzuholen und ließen die Häftlinge 14 bis 16 Stunden sowie an den Sonntagen arbeiten. Nach einer in der Lagerabteilung Burma durchgeführten Untersuchung erließ der Lagerkommandant am 23. die Putevka diente als Tischdecke, als Unterlage für die unter den Pritschen abgelegten Sachen oder als Zigarettenpapier. Während der Instrukteur der Abteilung für kulturelle Erziehungsarbeit in Burma mit einem Rüffel davonkam, mussten die betreffenden Häftlinge für zwei Wochen in den Karzer. Im ersten Jahrgang 1932 erschienen 28 Ausgaben der Putevka, auf deren Inhalt jedoch nur aus Artikeln und Leserbriefen geschlossen werden kann, die in den Ausgaben von 1933 publiziert wurden, da im Archiv des Karlag in Karaganda leider keine Exemplare dieser ersten Ausgaben überliefert sind.
Nur für den Zeitraum von Januar 1933 bis März 1935 ist ein fast lückenloser Bestand vorhanden. der archivierte Bestand bricht mit der Nr. In dieser Zeitspanne sind insgesamt 190 Ausgaben der Putevka erschienen. Von Januar 1933 bis zum 12. Mai 1933 erschien die Zeitung in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Danach stieg die Auflage zunächst auf 3000 Exemplare und der Preis von drei auf fünf Kopeken. Von nun an erschien sie nicht mehr dreimal im Monat, sondern wöchentlich. Auf den vier Zeitungsseiten fanden im Durchschnitt 20 bis 30 Artikel Platz.
und 1933, als die Zeitung bis zur Ausgabe Nr. alle zehn Tage erschien, war ein Redaktionskollektiv für den Inhalt verantwortlich. abgelöst wurde, der die Zeitung vom März 1934 bis Mai 1934 leitete. evič Kljušin die Funktion des Chefredakteurs aus. Ivanov abwechselnd die Leitung der Redaktion.
zeichnete der Stellvertretende Kommandant des Karlag, Petr Pimenovič Sokolov, als verantwortlicher Redakteur. Im Regelfall betrug der Umfang der Zeitung vier Seiten, die Auflage erreichte 1934 zeitweilig 4300 Exemplare. verkleinerte sich das Format der Zeitung auf 28 x 40 cm. Nur im November 1934, aus Anlass des Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, wurde die Zeitung wieder im Großformat und zweifarbig gedruckt. März richteten sich die Beiträge hauptsächlich an die weiblichen Häftlinge. Mai herum erschienen, konzentrierte man sich dagegen auf die Erfolge in der Landwirtschaft. November 1933 erschien die Putevka erstmalig mit Porträtzeichnungen von Regierungsmitgliedern auf der Titelseite, elf Tage später auch mit Fotos.
Bis dahin enthielt die Zeitung ausschließlich Textbeiträge. Dezember 1933 waren die grafisch gestalteten Rubriken. Karikaturen, in denen die Missstände im Karlag aufs Korn genommen wurden, sind in der Putevka na posevnoj ab April 1934 zu finden.